Baden-Baden wäre nie so mondän geworden, würde es das Brenners Park-Hotel & Spa nicht geben. Es prägt die Geschichte des noblen Schwarzwälder Kurorts, der seit 2021 zum UNESCO Welterbe der «Great Spas of Europe» zählt. Könige, Maharadschas, Filmstars, Politiker und Künstler residierten im Laufe der 154-jährigen Geschichte im heutigen Brenners Park-Hotel & Spa. Es wurde Zeit für ein gründliches Facelift. Zwei Jahre lang wurde eine Generalsanierung vorgenommen und im Oktober 2025 wiedereröffnet. Das Geheimnis eines professionellen Facelifts ist, dass die Verjüngung dem Betrachter kaum auffällt. Wir haben ein sommerliches Wochenende im legendären Haus verbracht und uns die schönsten Sehenswürdigkeiten von Baden-Baden angeschaut.
Aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Das Brenners Park-Hotel & Spa liegt inmitten einer jahrhundertalten Parklandschaft.
Das Vordach mit den feuerroten Vorhängen über dem Haupteingang ist schon von weitem zu sehen. Der Eingang an der Schillerstrasse wirkt an sich dagegen schon fast schlicht. Der Portier begrüsst uns herzlich, nimmt uns die Rollkoffer ab und hält die Türe zur Lobby auf. Ein riesiger Blumenstrauss sticht dort zuerst ins Auge.
Ankunft im legendären Brenners

Willkommen in der Lobby des Brenners Park-Hotel & Spa.
Typische Sommerblumen in allen Farben sind in einer grossen, grünen Vase arrangiert. Zwei rote Sofas stehen unter zwei grossen Gemälden an der Wand. Hinter der Rezeption hängen die Zimmerschlüssel in kleinen Kästchen. Passend für ein so geschichtsträchtiges Grandhotel. Doch für die Formalitäten beim Einchecken, nutzt die Rezeptionistin ein modernes Tablet. Unser Zimmer sei leider noch nicht verfügbar, entschuldigt sich die junge Dame und führt uns ins Kaminzimmer.
Nobles Interieur

Die elegante Oleander Bar befindet sich gleich neben dem Kaminzimmer.
Dort sorgt ein Pianist für dezente Klaviermusik, während die Gäste ihren Nachmittagstee geniessen oder am Champagnerglas nippen. Serviert werden die Getränke aus der Oleander Bar. Die ist in einem englisch-französischen Stilmix eingerichtet. Kunstwerke hängen auch hier an den Wänden. Alles wirkt dezent und sehr elegant. Uns bleibt aber keine Zeit, die ganzen Details zu entdecken, denn unser Zimmer sei nun bereit.
Genuss mit Park- und Himmelsblick

Das lichtdurchflutete Restaurant Wintergarten.
Doch vorher werfen wir noch einen Blick ins Restaurant Wintergarten, das sich neben dem Kaminzimmer befindet. Das Glasdach und die Fensterfront sorgen für eine lichtvolle Atmosphäre. Mit den Palmen und den Kissen mit Pflanzenmotiven auf den Korbstühlen, wirkt das Restaurant mediterran.
Edles Design und Antiquitäten

Das sehr schöne Doppelzimmer Nr. 102 nach der umfangreichen Renovation.
Mit dem Fahrstuhl geht’s in den ersten Stock, wo wir zu unserem Zimmer geführt werden. Der Schlüssel zu unserem Glück ist eine Mischung aus klassischem Schlüssel und moderner Elektronik. Ein kleiner goldener Kippschalter am Eingang lässt die Lampen im Zimmer erleuchten. Bei der Buchung wurde uns ein schönes Doppelzimmer versprochen. Dass es so schön ist, hätten wir nicht gedacht. Alle Materialien sind hochwertig und modernes Design paart sich mit klassischen Antiquitäten. Wie der Schreibtisch oder die Kommode in der sich die Minibar befindet. Gleich daneben führt eine Balkontüre auf die kleine Terrasse mit Blick in den Park.
Zeitlose Eleganz

Das geräumige und sehr stilvolle Bad im Zimmer Nr. 102.
Weisser, italienischer Marmor dominiert das grosszügige Badezimmer. Selbst über der Badewanne hängt ein Bild. Dicke Frotteewäsche mit dem Logo des Brenners hängen an den Haltern. Nur die Seifenspender aus Plastik stören ein wenig das sonst so elegante Bild. Neugierig machen wir uns nach den ersten Eindrücken auf Entdeckungsreise durch das Hotel.
Im römischen Stil

Der 20-Meter-Pool im Spa lädt zum Schwimmen ein.
Im flauschigen Bademantel und Pantoffeln suchen wir den Pool. Dort mussten wir gleich an eine römische Villa denken. Schliesslich waren es die Römer, die eine Siedlung bei den Heilquellen am nördlichen Schwarzwaldrand erbauten. Das ist auch der Ursprung des Ortsnamens Baden (lat. Aquae). Der grosse Pool wird von Marmorbänken gesäumt und Säulen tragen die Decke der riesigen Fensterfront. Als könnte man fast nahtlos in den Park hindurch schwimmen. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur und im Garten lassen wir uns auf bequemen Liegestühlen von der Sonne trocknen. Am nächsten Morgen steht der Pool gleich wieder als erstes auf unserem Programm.
Exzellenter Start in den Tag

Die Auswahl am Buffet und in der Frühstückskarte ist aussergewöhnlich und umfangreich.
Danach besuchen wir hungrig das Restaurant Fritz & Felix. An diesem sommerlichen Morgen entscheiden wir uns für einen Tisch auf der Terrasse. Die Frühstückskarte mit dem umfangreichen A-la-Carte-Angebot begeistert uns schon auf den ersten Blick. Auf der Titelseite der Karte werden die Herkunftsbetriebe der regionalen Lieferanten genannt. Wie der Bäcker vom Sauerteig-Brot des «Avocado on Toast». Ein Schlaraffenland erwartet uns auch am grossen Frühstücksbuffet.
Architektonisches Juwel

Die Trinkhalle im Kurpark gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten.
Nach diesem üppigen Mahl folgt ein Verdauungsspaziergang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Eine kleine Brücke führt direkt vom Hotel über den Fluss Oos zum Kurpark hinüber. Neben dem Kurhaus und Casino ist die Trinkhalle eine der schönsten Gebäude. Es ist eine klassizistische Säulenhalle mit Wandelgang. Wir können uns gut vorstellen, wie einst der Adel und die Oberschicht hier im 19. Jahrhundert ihre Sommer verbracht haben.
Aussichtsreich flanieren

Entlang der Lichtentaler Allee führen zahlreiche Brücken über den Fluss Oos.
Oder entlang der Lichtentaler Alle pilgerten. Die Park- und Baumallee ist drei Kilometer lang. Zahlreiche Brücken verbinden sie mit der gegenüberliegenden Uferseite des Flusses Oos. Ganz besonders romantisch ist die Bellevue-Brücke mit den Geranien. Wer Blumen liebt, wird in Baden-Baden voll auf seine Kosten kommen.
Eine prachtvolle Augenweide

Die Blütenpracht in der Gönneranlage erfreut das Herz und die Seele.
Zum Beispiel in der Gönneranlage, die nur ein paar Schritte vom Hotel an der Lichtentaler Allee liegt. Zwei mächtige Hirsche bewachen das Eingangstor. Den Springbrunnen im Herzen des Parks haben wir bereits auf den historischen Plakaten gesehen, die Werbung für die Kur- und Bäderstadt machten. In allen Beeten blühen die Pflanzen und vor allem zahlreiche Rosen. Einfach nur schön!
Einkaufsparadies Baden-Baden

Die attraktive Fussgängerzone lädt zum ausgiebigen Bummeln ein.
Turbulenter geht es am Samstag in der Innenstadt von Baden-Baden zu und her. Touristen und Einheimische bummeln durch die Fussgängerzone. Hier reiht sich ein Geschäft ans andere an. Von der luxuriösen Boutique bis zum preisgünstigen Laden.
Café, Kuchen und Gelati

Sommerliche Atmosphäre entlang der Fussgängerzone
Zwischendurch gönnt man sich eine Pause für Kaffee und Kuchen. Oder kauft sich ein Eis um abzukühlen. Die Terrassen der Lokale sind gut besucht und manchmal ist es sogar schwer, einen Tisch zu ergattern.
Mediterraner Schwarzwald

Baden-Baden sprüht abends vor mediterranem Flair.
Besonders abends, wenn es in der Stadt noch sommerlich warm ist. Das kulinarische Angebot ist gross und für jeden Geschmack. Ob stilvoll im schicken Italiener oder bei Flammkuchen und Bier. Musik wird gespielt und die Gäste amüsieren sich. Es fühlt sich fast an, als wären wir weit südlich der Alpen und nicht im Schwarzwald.
Längste Standseilbahn Deutschlands

Die Merkurbahn bringt die Gäste bis hum Gipfel des Hausbergs.
Um den zu überblicken, erklimmen wir den Hausberg. Aber nicht zu Fuss, sondern mit der Merkurbahn. Sie gilt als längste Standseilbahn Deutschlands und überwindet die 370 Höhenmeter in wenigen Minuten.
Grossartiges Panorama

Aussicht vom Merkur auf Baden-Baden, den Schwarzwald und die Rheinebene.
Am Gipfel angekommen ist die Aussicht trotz Wolken einfach phänomenal. Von der Rheinebene bis zu den Vogesen und natürlich in den Schwarzwald. Unten im Tal verstreuen sich unter ganz vielen Bäumen die Häuser der Stadt Baden-Baden. Die hat uns – genauso wie das Brenners-Park Hotel & Spa – vom ersten Moment an begeistert. Wir kommen wieder, denn wir haben noch ganz viel nicht gesehen. Wie beispielsweise Deutschlands grösstes Opern- und Konzerthaus: das Festspielhaus. Vielleicht werden wir sogar Stammgäste, wie es im Brenners ganz viele hat. Wir können es gut verstehen. Denn das Flair, die Eleganz und die familiäre Atmosphäre in diesem aussergewöhnlichen Hotel, bleibt einzigartig und unvergesslich.
Barbara Blunschi’s Reisetipps
