Seit Jahren reisen wir regelmässig nach Sri Lanka und gönnen uns eine Panchakarma-Kur. Zum ersten Mal sind wir aber in den Südosten der Insel gefahren und haben ganz neue Entdeckungen gemacht. Im Thaulle Ayurveda Resort genossen wir nicht nur einen unvergesslichen Ayurveda-Aufenthalt, sondern lernten auch Land und Leute besser kennen.
Entspannt direkt am See

Das Thaulle Ayurveda Resort liegt direkt am Ufer des Yoda-Sees.
Im Gegensatz zu unseren bisherigen Ayurveda-Resorts, dauert die Anreise vom Flughafen Colombo bis in den Südosten der Insel schon länger. Genauer drei Stunden und 40 Minuten sind wir im komfortablen Minivan bis zu unserem Ziel unterwegs. Grösstenteils entlang der Autobahn, während wir den Schlaf nachholen, der während des Langstreckenfluges zu kurz kam. Für das letzte Stück nach Tissamaharama sind wir dann putzmunter.
Herzliches Willkommen im Resort

Immer ein Lächeln im Gesicht: das Team an der Reception des Thaulle Ayurveda Resorts.
An der Reception werden wir strahlend vom jungen Team begrüsst. Nach der längeren Anreise geniessen wir erst mal den Willkommensdrink und bestaunen die farbenfroh bemalte Reception. Es sind traditionelle Motive, welche an Wänden und sogar der Denke prangen.
Zimmer Nummer 50

Classic-Deluxe-Zimmer im Thaulle Ayurveda Resort.
Auch die Möblierung unseres Zimmers ist im singalesischen Stil. Viel Holz und eine mit Beschlägen dekorierte Truhe und ein grosser Schrank stehen neben dem Doppelbett im Raum. Das elegante Badezimmer ist mit dunklen Kacheln und einer freistehenden Badewanne ausgestattet.
See- statt Meersicht

Stimmungsvoller Sonnenuntergang am Yoda-See.
Vom Balkon aus überblicken wir den idyllischen Yoda-See bis hin zur bergigen Landschaft im Hintergrund. Auf der glatten Wasseroberfläche spiegeln sich die zartrosa schimmernden Wolken des Sonnenuntergangs.
Tägliches Candlelight Dinner

Abendessen unter dem Sternenhimmel im Thaulle Ayurveda Resort.
Wann immer möglich, wird das Abendessen für die Ayurveda-Gäste im Garten des Hotels serviert. Bei Kerzenschein unterm Himmelszelt darf dann geschlemmt werden. Streng nach Plan und mit den vom Arzt verschriebenen Medikamenten, die zum Frühstück und Abendessen in einer hölzernen Box für jeden Gast bereitstehen. Neben einer Suppe, Vor- und Hauptspeise gibt es auch immer ein leckeres Dessert.
Guten Morgen neuer Tag

Täglich werden frische Früchte zum Frühstück serviert.
Das Frühstück fällt dann etwas spartanischer aus. Zumindest bei unserer Konstellation. Zum Start gibt es einen Fat-Burner. Der besteht aus einem warmen, stark gewürzten Getränk oder Honig der mit Zimt oder Kurkuma vermengt wurde. Danach folgt eine warme Suppe. Am meisten Freude bereitet der üppige Früchteteller zum Abschluss der Mahlzeit.
Direkt von der eigenen Plantage

Die Gäste beim Pflanzen eines Baums in der zum Hotel gehörenden Farm.
Die stammen von der eigenen Farm, die sich in der Nähe des Resorts befindet. Hotelinhaber und Direktor Thilak Wettimuni bewirtschaftet eine Fläche von 25 Hektaren. Die Gäste können dort sogar einen Baum einpflanzen. Produziert werden verschiedene Früchte für das Hotel und Kräuter für das Ayurveda-Center.
Gesundheit im Fokus

Der Empfangsbereich für die Ayurveda-Behandlungen im Thaulle Ayurveda Resort.
In einem separaten Bereich des Resorts werden die Gäste für ihre Ayurveda-Behandlungen erwartet. Sie finden entweder morgens oder am Nachmittag statt. Während zwei Stunden wird man im Behandlungsraum massiert und entspannt danach im Kräuterbad.
Schick nach dem Stirnguss

Nach der Shirodara-Behandlung während der Panchakarma-Kur.
Zur Panchakarma-Kur gehört auch der bekannte Stirnguss. Dabei wird erwärmtes Kräuteröl in einem sanften Strahl über die Stirn und das dritte Auge gegossen. Die Behandlung soll die Selbstheilungskräfte fördern und für geistige Klarheit sorgen. Danach wird eine Kopfbedeckung getragen, um den Kopf warm zu halten. Für mindestens sechs Stunden.
Lunch mit Seesicht

Mittagessen mit Seesicht im Thaulle Ayurveda Resort.
So geht es allen, welche die Panchakarma-Kur gebucht haben. Darum stört es auch überhaupt nicht, wenn zum Mittagessen der eine oder die andere im Bademantel und mit Kopfbedeckung erscheint. Das Frühstück und Mittagessen wird übrigens in der oberen Etage des Restaurants serviert. Mit grandiosem Blick über den Garten und den See.
Herzliche Gastfreundschaft

Mister Prasanna, F&B im Restaurant des Thaulle Ayurveda Resorts.
Um das leibliche Wohl kümmert sich die Küchen- und die Service-Mannschaft mit ganz viel Können und Herzblut. Besonders Mister Prasanna. Er hat uns Ayurveda-Schäfchen bestens im Blick. In Absprache mit dem Arzt weiss er genau, wessen Doshas wieder ausgeglichen werden müssen. Um Randen (rote Beete) oder Süsskartoffeln müssen wir beispielsweise einen grossen Bogen machen.
Regional und saisonal

Am Donnerstag und Sonntag ist Markt in Tissamaharama.
Bei der grossen Auswahl an Gemüsen müssen wir garantiert nicht verhungern. Was grad von den Bauern frisch gepflückt wird, finden wir auf dem Markt in Tissamaharama. Hotelinhaber und -direktor Thilak Wettimuni begleitet seine Gäste persönlich ins lokale Getümmel und erklärt, was angeboten wird. So bekommen wir einen Einblick ins wahre Leben ausserhalb des Resorts.
Spirituelle Begegnungen

Kataragama ist ein multireligiöser Pilgerort.
Das finden wir super und schätzen diese Möglichkeit sehr. Wie beispielsweise auch den Besuch von Kataragama. Mit dem hoteleigenen Jeep fahren wir zu einem der heiligsten Pilgerorte des Landes. Sowohl für Buddhisten als auch Hindus. Bekannt ist das Perahera-Festival zum Vollmond im Juli/August. Einer spirituellen Parade mit Tänzerinnen, Musikern und sogar Elefanten.
Elefanten, Leoparden und Krokodile

Auf Safari im Yala National Park.
Die Dickhäuter wollen wir unbedingt in der freien Wildbahn beobachten. Von unserem Resort aus ist es nur ein Katzensprung zum Yala National Park. Frühmorgens werden wir vom Fahrer unseres Jeeps abgeholt und erleben den Sonnenaufgang im Park. Wir sind allein in unserem exotischen Fahrzeug. Das muss sich aber die Wege im Park mit vielen anderen Jeeps teilen.
Den Dickhäutern auf der Spur

Während der Safari im Yala National Park können wilde Elefanten beobachtet werden.
Besonders wenn es sich herumspricht, dass ein Leopard oder Elefant zu sehen ist. Kaum haben wir die Wildkatze im Gebüsch entdeckt, versteckt sie sich auch wieder. Elefanten hingegen lassen sich von den Safari-Fahrzeugen nicht stören.
Unvergessliche Begegnung

Elefant während der Safari im Yala National Park.
Im Gegenteil! Der noch junge Elefant pflückt unbeeindruckt frische Grasbüschel mit seinem Rüssel. Ein Fotomotiv von dem wir lange geträumt haben. Völlig ungeniert trottet der Elefant schliesslich zwischen den Jeeps durch und überquert die Strasse. Glücklich machen wir uns wieder auf den Rückweg ins Resort. Den Ausflug haben wir nach Absprache mit dem leitenden Ayurveda-Arzt Dr. Upul Rajapaksha gleich zu Beginn der Kur gemacht.
Schwimmen mit Aussicht

Pool und Beach Restaurant am Strand von Kirinda.
In der zweiten Woche werden schliesslich die im Körper gelösten Giftstoffe abgeführt. Dann ist hauptsächlich Entspannung angesagt. Im Liegestuhl mit Blick über den See. Oder am kilometerlangen Strand von Kirinda. Eine Viertelstunde dauert die Fahrt mit dem hoteleigenen Shuttle-Service bis zum Restaurant und dem grossen Infinity-Pool. Das Thaulle Boutique Hotel befindet sich bei unserem Besuch noch im Bau und soll 2027 eröffnen.
Traumstrand im Südosten

Der kilometerlange Strand in Kirinda ist fast menschenleer.
Die Infrastruktur an diesem Teil der singalesischen Küste befindet sich noch im Aufbau. Kirinda mit dem goldenen Sandstrand und einer einzigartigen Felslandschaft gilt als Geheimtipp. Das Baden im Meer ist zwar wegen der gefährlichen Strömungen nicht möglich. Dafür kann stundenlang am Strand spaziert werden, der fast menschenleer ist.
Blütenzauber zum Abschied

Krönender Abschluss der Panchakarma-Kur ist das Bad im Blütenmeer.
Wir sind ganz begeistert von unserer Neuentdeckung! Dieser Ayurveda-Aufenthalt empfanden wir als die perfekte Kombination. Die Panchkarma-Kur haben wir als sehr professionell erlebt. Während des Aufenthalts im Resort blieben keine Wünsche offen. Die köstliche Verpflegung, der aufmerksame Service und vor allem die Möglichkeit auch Land & Leute kennenzulernen hat uns sehr gut gefallen. Die Auswahl zwischen Entspannung am See oder dem indischen Ozean war da noch das Tüpfelchen auf den i.
Barbara Blunschi’s Reisetipps
