Die Eröffnung des Markbetriebs durch die Maritz-Batterie-Kanonen haben wir zwar verpasst. Aber dafür nicht den Umzug in den historischen Uniformen. Am 13. Juni 2026 verwandelte sich das Dorfzentrum von Sumiswald in eine Freilichttribüne mit 160 Marktständen. Zum 28. Gotthelf-Märit haben sich die Emmentaler in Schale geschmissen und mit volkstümlichen Vorführungen für eine lüpfige Stimmung gesorgt.
Namenspatron des Marktes ist der Schriftsteller Jeremias Gotthelf. Der hiess eigentlich Albert Bitzius und wurde am 4. Oktober 1797 in Murten geboren. Er sorgte als Pfarrer für das Selenheil seiner Schäfchen. Nach seinem Umzug ins Emmental entdeckte er seine Liebe zum Schreiben. Bücher und Filme wie «Die schwarze Spinne», «Uli der Knecht» oder «Anne Bäbi Jowäger» gehören zu seinen berühmtesten Werken.
Am Gotthelf-Märit gedenkt man dem Schweizer Autoren und lässt die alten Zeiten wieder aufleben. Es wird gewerkelt wie anno dazumal. Überhaupt sind Traditionen wie Alphorn, Schwingen und volkstümliche Musik angesagt. Das lockt Besucher aus der ganzen Schweiz an, die mit dem Reisebus oder individuell nach Sumiswald reisten. Es heisst rund 5000 Besucher hätten den Markt und die Attraktionen genossen. Wie beispielsweise das Jodlerchörli Lützelflüh. An diesem Ort verstarb am 22. Oktober 1854 Jeremias Gotthelf und hätte sich über das Markttreiben sicher gefreut. Eine Menge Geschichten hätte er auf jeden Fall sammeln können.
Das Video wurde von unserem Partnerkanal Luegemol TV produziert. Georg kommentiert und erklärt auf Schweizerdeutsch den Anlass. Kein Problem, wer es nicht versteht, denn die stimmungsvollen Bilder sprechen für sich.