Während eines Kurzaufenthalts haben wir die legendäre Französische Riviera besucht. Wir bummelten im Frühling durch mondäne Städte wie Nizza und Cannes. Und entdeckten malerische Orte wie Saint-Paul-de-Vence im Hinterland. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen und geben Tipps für ein unvergessliches Erlebnis.
Farbenfrohes Nizza bei Nacht

Die beleuchtete Basilique Notre-Dame de l’Assomption in Nizza.
Zum ersten Mal sind wir mit einem Carreiseunternehmen nach Nizza gereist. Die Anfahrt hat einiges länger gedauert als geplant, war aber sehr entspannt. Bei unserer Ankunft im Hotel präsentierte sich die Stadt sehr farbenfroh. Die gleich gegenüber dem Hotel gelegene Basilique Notre-Dame de l’Assomption strahlte bunt beleuchtet
Zentrale Lage mit Dachterrasse

Über den Dächern von Nizza mit Blick auf Notre-Dame de l’Assomption.
Die Basilika ähnelt sehr der Notre Dame in Paris. Sie ist ebenfalls im neogotischen Stil erbaut und verfügt über zwei Türme und eine prächtige Rosette. Von der Dachterrasse des Hotels Nice Central überblicken wir die ganze Stadt. Die Aussicht ist sowohl am Tag als auch in der Nacht spektakulär. Die Altstadt und die Promenade des Anglais sind mit dem Tram oder zu Fuss bequem erreichbar.
Weltberühmte Promenade des Anglais

Aussicht über die Promenade und den Strand von Nizza.
Die am Meeresufer liegende Promenade ist wie ein Magnet. Menschen flanieren gemütlich der Küste entlang und geniessen den Blick aufs Mittelmeer. Viele machen es sich auf dem breiten Kiesstrand möglichst bequem und ein paar wagen sich sogar ins Wasser. Das präsentiert sich in den schönsten Blautönen, die der Küste auch ihren Namen gaben: La Côte d’Azur.
Das Herz der Stadt

Eine der vielen Gassen in der Altstadt von Nizza.
Uns zieht es in Richtung Altstadt. Vorbei am Gewusel auf dem Blumenmarkt am Cours Saleya. Bei den frühlingshaften Temperaturen ist jeder Restaurant-Tisch an der Sonne besetzt. Die üblichen Touristen-Menüs werden auf Tafeln angepriesen. Wir wollen aber lieber die authentische Küche geniessen und begeben uns immer tiefer in das Labyrinth der Gassen.
Wie Einheimische speisen

Salade Niçoise im Restaurant L’Écurie in der Altstadt von Nizza.
Bis wir vor dem Restaurant L’Écurie stehen bleiben. Obwohl wir keinen Tisch reserviert haben, findet der aufmerksame Keller einen mit Blick auf den Pizzaofen. Die Atmosphäre ist gemütlich und die Gästeschar ein Mix aus Einheimischen und Touristen. Die Entscheidung fällt auf das drei Gänge-Menu Dégustation Niçoise für 31 Euro (Stand April 2026). Schon der Salade Niçoise als Vorspeise reicht locker für zwei Personen.
Gute Nacht Nizza

Night-Cup mit Blick auf die Basilika.
Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns in der Bar des Hotels noch einen Drink. Diesen Blick hat man wirklich nicht alle Tage. Während unserem Aufenthalt schauen wir auch immer wieder mal dort vorbei.
Vogelperspektive auf Cannes

Blick vom alten Kastell über Cannes und die Croisette.
Um uns am nächsten Tag einen Überblick über Cannes zu verschaffen, müssen wir den Hügel mit dem alten Kastell zu Fuss erklimmen. Die Anstrengung lohnt sich! Zwischen blühenden Frühlingsblumen hindurch sind die Hotelpaläste an der Croisette und der Hafen zu sehen.
Ein Blick zurück

Der Hafen von Cannes und das auf einem Hügel liegende Kastell.
Durch die schmalen Altstadtgassen spazieren wir bis zum Hafen. Manche Häuserfassade hat schon bessere Zeiten gesehen. Hier sind die Preise in den Restaurants noch moderat. Schon am Hafen wird’s dann teurer. Lohnen tut sich auf jeden Fall ein Blick zurück auf den Hügel. Danach machen wir uns auf den Weg an die Croisette.
Sehen und gesehen werden

Beach-Club an der Croisette und das Palais des Festivals von Cannes.
Vorbei am modernen Palais des Festivals, wo sich Touristen auf der Treppe mit dem roten Teppich fotografieren lassen. Während dem Internationalen Filmfestival im Mai gehört sie den Stars und Sternchen. Dann ist auch der schicke Beach-Club proppenvoll. Dann fliesst der Champagner in Strömen.
Am Sandstrand in Cannes

Die Croisette von Cannes mit den berühmten Hotels und dem Sandstrand.
Noch türmt sich der Sand in kleinen Dünen und Bergen am Rand des Meeresufers. Erst zum Start der Saison wird er am Strand verteilt. Für die Gäste der Luxushotels entlang der Croisette gibt es eigene Bereiche. Mein bleibt unter sich.
Ein Ausflug zur Insel

Kloster auf der Insel Ile de Saint-Honorat vor Cannes.
Auch die Mönche auf der Insel de Saint-Honorat blieben früher für sich. Neben der Ile de Sainte-Marguerite gehört die Insel zu den Iles de Lérins. Sie sind von Cannes aus mit dem Schiff erreichbar. Im Gegensatz zu Sainte-Marguerite ist unsere Ausflugsinsel fünfmal kleiner und in weniger als einer Stunde umrundet. Zu sehen gibt es ein Kloster und Reben, die zu Wein verarbeitet werden.
Schmuckstück im Hinterland

Der malerisch auf einem Hügel gelegene Ort Saint-Paul-de-Vence.
Da hat Saint-Paul-de-Vence doch einiges mehr zu bieten. In der Nähe von Nizza gelegen ist der malerische Ort ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Schon von weitem ist das von einer Stadtmauer umgebene Bilderbuchdorf auf einem Hügel zu sehen.
Auf den Spuren von Grace Kelly

Das malerische Saint-Paul-de-Vence zog schon immer die Reichen und Schönen an.
Gleich am Eingang des Orts erinnert eine Tafel an die Schauspielerin Grace Kelly, die am 6. Mai 1955 ihren zukünftigen Gatten Fürst Rainier III erstmals traf. Zwei Tage später spazierte sie mit dem französischen Schauspieler Jean-Pierre Aumont und einem Tross von Fotografen durch Saint-Paul-de-Vence. Seit 2025 kann man entlang der Grace Kelly Tour auf ihren Spuren folgen.
Künstler und Galeristen

Dekorativer Briefkasten in den Gassen von Saint-Paul-de-Vence.
Beim Bummel durch den gepflegten Ort fallen die vielen Kunstgalerien auf. Das liegt auf der Hand, denn der Künstler Marc Chagall machte das mittelalterliche Schmuckstück bekannt. Er lebte und wirkte hier. Und auch seine letzte Ruhestätte befindet sich im Ort. Die spezielle Atmosphäre sorgt für Inspiration und Kreativität.
Erinnerung an die Côte d’Azur

In den Gassen von Saint-Paul-de-Vence.
Wer sich ein hübsches Souvenir mit nach Hause nehmen will, wird garantiert fündig. Stilvolle Mitbringsel findet man in den kleinen Boutiquen. Eine Schicke Tasche aus Stroh oder nach Lavendel duftende Seife erinnern daheim an eine wundervolle Kurzreise.
Barbara Blunschi’s Reisetipps
