Die Baleareninsel Menorca hat nie auf Massentourismus gesetzt und darum ihre Natürlichkeit bewahrt. Sie ist ein Paradies voller Naturschönheiten und Überraschungen.
Königliche Spezialität

Der Hafen von Fornells auf Menorca.

Vor mir dampft in einer grossen Schüssel der berühmte Langusteneintopf. Der Duft der «Caldereta de langosta», die mir im Restaurant am Hafen von Fornells auf Menorca serviert wird, ist betörend. Das Gericht ist einfach deliziös! Kein Wunder, segelt die spanische Königsfamilie alljährlich von Mallorca hinüber auf die kleine Schwesterinsel: Kulinarische Köstlichkeiten machen auch vor gekrönten Häuptern nicht Halt!
Kuhweiden und Steinmauern

Doch Menorca ist definitiv auch ohne die doch etwas kostspieliege Delilkatesse eine Reise wert. Mein erster Eindruck von der Insel ist völlig überraschend. Es wimmelt von Kühen, die sich auf den noch sattgrünen Wiesen ihre Bäuche vollfressen. Kilometerlange Trockensteinmauern durchziehen die Felder und säumen die Nebenstrassen der Insel. Hier siehts ja aus wie in Irland!
Biosphärenreservat und Modemetropole

Fast die Hälfte der Inseloberfläche hat die Unesco als Biosphärenreservat ernannt. Die vielseitige Insel bietet für jeden Geschmack die richtige Badebucht und geizt nicht mit jahrtausendealten Sehenswürdigkeiten. Ihren natürlichen Charme hat sich Menorca erhalten, weil der Tourismus nie die Hauptrolle gespielt hat. Ich hätte nie gedacht, dass die idyllische Baleareninsel im Modeschmuck- und Schuhgeschäft europaweit eine führende Rolle spielt.
Kaffeepause statt Alltagsstress

Vielleicht liegt es daran, dass sich kreative Köpfe hier vom Alltagsstress völlig befreien können. «A poc a poc» (etwa: «Stück für Stück») ist eine der Weisheiten der Insulaner, die auch ich mir gerne zu Herzen nehme.
Echt schöne Insel

Ob beim Bummel durch Ciutadella oder die Inselhauptstadt Mahón, beim Wandern auf dem Camis de Cavalls oder beim Anblick einer atemberaubend schönen Bucht – Menorca ist ein Naturparadies erster Güte. Die Menorquiner sind ein überhaus gastfreundliches, aber auch stolzes Volk. Was man auf Menorca entdeckt, ist echt und keine Touristenattraktion. Die wahre Stärke der geologisch ältesten Baleareninsel ist ihre Natürlichkeit.
Barbara Blunschi’s Reisetipps
